Die Geschichte der "Gießler Päonien"


Diese "Päonien Kulturen" Geschichte begann mit Wolfgang Gießler.

 

Er wurde 1957 als 2. Kind einer Bauernfamilie in Große Rosenburg geboren.

 

Seine Lehre als Baumschüler in Magdeburg Ottersleben begann er nach der Schule im Jahre 1972.

 

1975 bekam er in der Lehrzeit seine erste Pfingstrose > Die Paeonia tenuifolia Rubra Plena (Dillpfingstrose) <

für seinen geliebten Garten.

 

1977 begann er ein Fachstudium in Werder, dort lernte er seine Frau Angelika kennen.

Beide machten ihren Abschluss als Gartenbauingenieure. Mit Begeisterung unterstützten sie sich gegenseitig.

 

Ab 1982 war er als Leiter der Gärtnerei in der LPG Pflanzenproduktion in Groß Rosenburg tätig. Dabei unterrichtete er auch Schüler der Thomas Münzer Schule in Groß Rosenburg.

 

1989 zur Wiedervereinigung Deutschlands und nachdem die LPG abgewickelt wurde, erhielt Wolfgang Gießler den Acker seiner Familienväter zurück.

In der DDR wurden Bauern enteignet und die LPG

bewirtschaftete das Land.

 

Und so wurde er Landwirt, von jetzt auf gleich - und

das ganze Programm ohne Schule!

 

Er bestellte ca. 1992 und 1993 die ersten Stauden wie

'Coral Charm' bei der Staudengärtnerei Klose.
Die Außergewöhnlichkeit der Päonie machten ihn sehr

neugierig, was es für eine Vielfalt an Pfingstrosen gab.

 

Dadurch entstanden auch die ersten Kontakte mit Familie Ebert aus Zuchau, welche unter der Vielzahl an Päonien sehr alte Sorten in ihrem Bestand haben. Familie Ebert bekam vor mehr als 100 Jahren Samen von Strauchpfingstrosen aus China.

 

1997 wurden die ersten Intersektionellen und Lutea-Hybriden von Herrn Lindemann und Herrn Lothar Parlasca erworben.

Ungefähr zu dieser Zeit packte Wolfgang Gießler, dass bis heute anhaltende "Sammelfieber für Paeonien".

Man könnte sein ganzes Leben nach der

vollkommenen Blüte suchen,

es wäre kein verschwendetes Leben.

 

Dr. Carsten Burkhard aus Cottbus, der damalige Leiter der Pfingstrosen-Fachgruppe

in der Staudengesellschaft (GdS), organisierte einige sehr schöne Gartenbesichtigungen mit

interessanten Vorträgen - welche Wolfgang Gießler begeisterten.

 

Wolfgang Gießlers erste Veredelungen von Päoniensträucher, neben den

Wurzelteilungen, waren ein Erfolg.

Daraufhin begannen auch die erste Kontakte zu Prof. Dr. Warda, dem Leiter des Arboretum

Ellerhoop-Thiensen (bei Hamburg). 

Seine Begeisterung für Pfingstrosen, sowie die vieler Anderer, trieb ihn dazu weiter zur

Vermehrung beizutragen & teilzuhaben.

 

Was nicht ausblieb, dass auch seine Frau, eine unterstützende Begeisterte an Wolgang Giesslers

Seite wurde. Ohne sie würde für die Giessler Päoniennachwelt, nur wenig wichtiges Wissen

dokumentiert sein.

 

Beide, Angelika & Wolfgang Giessler, entdeckten unter 13 erworbenen Sämlingen von Familie Ebert 

interessante Typen, welche sie vermehrten und ihnen Namen gaben, zum Beispiel Zuchau Picotee.

 

Ihr erstes Buch, welches sie über Pfingstrosen erwarben, war von Irmtraud Rieck und Friedrich Hertle:

Titel: "Strauchpfingstrosen" dieses erschien 2002.

Damals wie heute verbindet eine innige Freundschaft die  ganzen Familie Giessler zu Irmtraud und Gottlob Rieck.
Riecks züchten sehr intensiv neue Pfingstrosenarten, welche Gießlers dann dankbar vermehren dürfen.

 

Wolfgang Giessler beschäftigt sich seit 1997 sehr ausgiebig mit der Vermehrung der Paeonien durch Veredelung,

weil er immer wieder hörte, dass das Veredeln sehr schwierig sein soll.

 

Die erste Veredlung begann auf Paeonia delavayi. Daher auch sein Spitzname "Mr. Delavayi" in Fachkreisen.

 

2008 fand die Gründung der APZ (Arbeitsgemeinschaft Pfingstrosenzüchtung) unter der Leitung von

Dr. Werner Wandelt aus Quedlinburg statt.

(Siehe Video: https://youtu.be/9EuxN9xgl-0)

Bei Interesse an Züchtungen und Aussaat kann man sich gerne bei der APZ melden.
In der APZ werden Neuheiten unter einander vorgestellt und es wird sich über Erfahrungen ausgetauscht.

 

Mit den Jahren wurde die Fläche der Pfingstrosen bei Familie Gießler immer größer und die Bekanntheit der

robusten Vielfalt und der Veredlungen der Gießler Päonien wurde weltweit bekannt und geschätzt.

 

Doch 2013 kam das Jahrhunderthochwasser nach Sachsen-Anhalt...

 

...viele Pflanzen verfaulten und gingen ein in dieser Zeit.

 

Nur einige wenige wurden vor der Flut gerettet.

 

Heute stehen sie wieder "Die Giessler Päonien"

Dank der Pflege und Ausdauer, Liebe zu den

Pfingsrosen, sowie Kampfeswille der ganzen

Familie, in voller Blütenpracht.

 

Auch gebürt ein großer Dank der großartigen

Unterstützung unserer Pfingstrosenfreunde!!!

Nur dadurch gelang uns dennoch ein Neustart.

 

VIELEN, VIELEN DANK ALLEN.

 

https://www.kraut-rosen.de/Thread-Hochwasser-in-der-G%C3%A4rtnerei-Giessler-in-Gro%C3%9F-Rosenburg

 


Reich an Erfahrungen, Lebensfreude in enger Verbundenheit mit Mutter Natur und gestärkt, zeigte

Familie Gießler nach der überstandenen Naturkatastrophe, den Päonienliebhabern in Dankbarkeit die ganze

Schönheit der Päonien Kultur.


Giessler´s Päonien Schönheiten werden angemeldet bei...

American Peony Society

 

Anmeldung 2013:

Paeonia tenuifolia 'Little Odin',

Paeonia tenuifolia 'Weisse Perle' und die Intersektionelle 'Yes we can'

 

 

Anmeldungen 2016:

staudige Hybride 'Big Jhonny'

 

 

Anmeldung 2018:

Intersektionelle 'German Medusa',

Rockii 'Zuchau Weisse',

Rockii 'Zuchau Picotee',

Rockii 'Zuchau Lavendel',

Rockii 'Zuchau Schneegestöber'

 

 

...für schweizer Gartenfreunde Vogt-Barth

Suffruticosa 'Schweizer Spitze'

angemeldet.

 

Diese Sorte ist nur bei uns erhältlich.

 

Einblick in den "Gießler APS Sorten"

 


Thumbnail und Titelbild: Diyana Dimitrova/Shutterstock.com